Vier Eingaben, ein Endkapital
Beim Zinseszins wächst das Kapital, weil die Zinsen dem Kapital gutgeschrieben werden und dann selbst wieder Zinsen abwerfen. Der Rechner braucht vier Angaben:
- Startkapital — der Betrag, mit dem du beginnst.
- Zinssatz p. a. — der nominale Jahreszins, vor Steuern und Gebühren.
- Laufzeit — Jahre und Monate.
- Zinsperiode — wie oft Zinsen gutgeschrieben werden: jährlich, vierteljährlich, monatlich oder täglich.
Mit einer regelmäßigen Einzahlung kannst du zusätzlich einen festen Betrag monatlich oder jährlich einbeziehen, jeweils am Anfang oder am Ende der Periode.
Rechenbeispiel
Startkapital 1.000.000, Zinssatz 5 % p. a., Laufzeit 10 Jahre, monatliche Verzinsung, ohne Einzahlungen:
- Endkapital: rund 1.647.009
- Zinsen gesamt: rund 647.009
Kommt eine monatliche Einzahlung von 100.000 hinzu (jeweils am Monatsende), bei gleichem Zinssatz und gleicher Laufzeit:
- Einzahlungen über 10 Jahre: 12.000.000 (120 Monate × 100.000)
- Eingezahltes Kapital gesamt (Startkapital + Einzahlungen): 13.000.000
- Endkapital: rund 17.175.237
- Zinsen gesamt: rund 4.175.237
Hier macht die Einzahlungssumme den größten Teil des Endkapitals aus, weil sie viel größer als das Startkapital ist — aber die zusätzlichen Zinsen darauf sind trotzdem echtes Geld, das ohne Zinseszins nicht entstanden wäre.
Wie die Zinsperiode das Ergebnis verändert
Beim gleichen nominalen Zinssatz bringt häufigere Verzinsung eine (leicht) höhere Rendite, weil die Zinsen früher beginnen, selbst Zinsen abzuwerfen. Bei einem nominalen Zinssatz von 5 % p. a. ergibt sich als effektiver Jahreszins:
- Jährliche Verzinsung: genau 5 %
- Vierteljährliche Verzinsung: rund 5,0945 %
- Monatliche Verzinsung: rund 5,1162 %
- Tägliche Verzinsung: rund 5,1267 %
Bei alltäglichen Zinssätzen ist der Unterschied klein, wächst aber bei höheren Sätzen oder langen Laufzeiten. Deshalb zeigt der Rechner den effektiven Jahreszins direkt neben dem nominalen an.
Der Zeitpunkt der Einzahlung spielt eine Rolle
Eine Einzahlung am Anfang der Periode liegt die ganze Periode über auf dem Konto und verzinst sich selbst mit; eine Einzahlung am Ende trägt erst ab der nächsten Periode Zinsen. Über viele Perioden summiert sich das — bei gleichem Einzahlungsbetrag ergibt „Anfang der Periode“ immer ein etwas höheres Endkapital als „Ende der Periode“.
Die 72er-Regel als Näherung
Die 72er-Regel schätzt, wie viele Jahre sich ein Betrag bei Zinseszins verdoppelt: 72 geteilt durch den Zinssatz. Bei 6 % sind das 12 Jahre, bei 9 % sind es 8 Jahre. Das ist eine Kopfrechen-Faustregel, keine exakte Formel — die genauen Werte liefert die jährliche Übersicht des Rechners.
Was dieser Rechner nicht abbildet
Das Ergebnis ist vor Steuern, ohne Konto- oder Fondsgebühren und nicht um die Inflation bereinigt. Es wird ein über die gesamte Laufzeit konstanter Zinssatz angenommen; variable Zinssätze, die Abgeltungsteuer auf Zinserträge oder eine vorzeitige Auflösung werden nicht berücksichtigt.