So funktioniert es
Gib deine Größe (cm) und dein Gewicht (kg) ein, und dein BMI und deine Gewichtsklasse nach dem koreanischen Standard (KSSO) werden angezeigt. Der Balken unter dem Ergebnis zeigt, wo du liegst und welches Gewicht bei deiner Größe jeweils einer Grenze entspricht.
Koreanischer Standard: KSSO (Erwachsene ab 19 Jahren)
Die Leitlinie 2024 (9. Auflage) der Korean Society for the Study of Obesity (KSSO) stuft einen BMI unter 18,5 als Untergewicht ein, 18,5–22,9 als normal, 23–24,9 als Präadipositas, 25–29,9 als Adipositas Grad I, 30–34,9 als Adipositas Grad II und ab 35 als Adipositas Grad III (schwere Adipositas). Die Grenzwerte sind dieselben wie in der vorherigen Ausgabe (2022). Die aktuelle Leitlinie betrachtet Adipositas als behandlungsbedürftige chronische Krankheit, und die koreanischen Kategorienamen enthalten das Wort für „Adipositas-Krankheit“. Dieser Rechner stuft anhand des auf eine Nachkommastelle gerundeten BMI ein, sodass die angezeigte Zahl immer zur Kategorie passt.
Wie sich Koreas Adipositas-Standard verändert hat
Die BMI-Grenzwerte der KSSO (18,5, 23, 25, 30, 35) und ihr Grenzwert für Bauchfettleibigkeit (Taillenumfang 90 cm bei Männern, 85 cm bei Frauen) sind seit 2018 unverändert. Geändert haben sich die Namen der Kategorien und die Frage, ob allein der BMI zur Beurteilung dient.
- 2018 — Adipositas ab einem BMI von 25 wurde in drei Klassen unterteilt und Grad III (schwere Adipositas) ab 35 neu eingeführt. Zuvor galt alles ab 30 als Grad II.
- 2020 — Bereiche und Taillenwerte blieben unverändert.
- 2022 — Gleiche Bereiche; die Kategorien hießen Präadipositas (23–24,9) und Adipositas Grad I–III (ab 25).
- 2024 (aktuell) — Die Bereiche blieben gleich, die koreanischen Bezeichnungen wurden jedoch in „Prä-Adipositas-Krankheit“ und „Adipositas-Krankheit Grad I–III“ geändert. Im selben Jahr schlug das Forschungsinstitut der koreanischen Nationalen Krankenversicherung vor, den Grenzwert für Adipositas auf einen BMI von 27 anzuheben; die KSSO sprach sich jedoch dafür aus, bei 25 zu bleiben, wo Begleiterkrankungen zunehmen.
- Entwurf 2026 (noch nicht endgültig) — Die Beurteilung soll sich nicht mehr allein auf den BMI stützen, sondern auch auf Taillenmaße. Bei einem BMI ab 25 genügt es, entweder den Grenzwert für den Taillenumfang oder ein Taille-Größe-Verhältnis von 0,5 zu überschreiten, um als Adipositas (Fettüberschuss) zu gelten; unter 25 müssen beide überschritten sein. Kommt eine damit verbundene Erkrankung wie Typ-2-Diabetes oder Bluthochdruck hinzu oder ist der Alltag eingeschränkt, spricht man von „Adipositas-Krankheit“.
Dieser Rechner verwendet den aktuellen Standard von 2024 und wird aktualisiert, sobald die endgültige Leitlinie 2026 erscheint.
Körperbild in Zahlen: Erwachsene in Korea
Die KSSO hat Daten von Erwachsenen ab 20 Jahren aus der 9. koreanischen Nationalen Gesundheits- und Ernährungsstudie (2022–2024) ausgewertet. Je höher der BMI, desto häufiger hielten sich die Befragten für adipös – doch die Unterschiede zwischen den Kategorien waren groß: 77,5 % der Personen mit Adipositas Grad I und über 90 % der Personen ab Grad II sahen sich selbst als adipös, bei Präadipositas dagegen nur 48,1 %. Bei gleichem BMI nahmen Menschen ab 65 Jahren ihre Adipositas seltener wahr, und Frauen empfanden sich schon bei einem niedrigeren BMI als adipös als Männer. Deshalb lohnt es sich, die Zahlen zu prüfen, statt sich auf das Gefühl zu verlassen.
Lebensstil-Tipps der KSSO
Wir haben die „10 Regeln zur Überwindung und Vorbeugung von Adipositas“ der KSSO zu fünf Themen zusammengefasst und die Empfehlungen der Leitlinie 2024 ergänzt.
- Realistische Ziele setzen — Statt viel auf einmal abnehmen zu wollen, nimm dir zunächst 5–10 % deines aktuellen Gewichts vor. Laut Leitlinie kann schon dieser Gewichtsverlust adipositasbedingte Beschwerden und Komplikationen verringern. Ziel ist eine bessere Gesundheit, nicht eine Zahl – und wenn ein Plan ein- oder zweimal nicht klappt, mach einfach weiter.
- Anders essen — Iss regelmäßig, ohne Mahlzeiten auszulassen, und abwechslungsreich. Wenn du dir pro Mahlzeit etwa 20 Minuten Zeit nimmst und langsam kaust, isst du seltener zu viel. Kalorienreiche Snacks außer Sichtweite aufzubewahren und Wasser oder Tee statt süßer Getränke zu trinken, verringert zusätzlich Reize, die den Appetit anregen.
- Mehr bewegen — Zum Abnehmen empfiehlt die Leitlinie mindestens 150 Minuten Ausdauertraining wie Gehen oder Radfahren pro Woche (an 3–5 Tagen), kombiniert mit Krafttraining an 2–3 Tagen pro Woche. Bau auch außerhalb des Trainings mehr Bewegung in den Alltag ein, etwa Treppensteigen. Wenn du eine Herz- oder Nierenerkrankung hast oder länger inaktiv warst, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
- Schlaf und Stress im Blick behalten — Schlaf ausreichend und regelmäßig, und nimm dir Zeit für dich, damit du Stress nicht mit Essen bewältigst.
- Bei Bedarf Fachleute hinzuziehen — Wenn es allein schwerfällt, hol dir ärztliche Unterstützung. Die Leitlinie empfiehlt, bei Erwachsenen mit einem BMI ab 25, die mit Ernährung und Bewegung allein nicht abnehmen konnten, eine medikamentöse Behandlung in Betracht zu ziehen.
Grenzen des BMI
Der BMI wurde entwickelt, um den Gewichtsstatus großer Bevölkerungsgruppen schnell abzuschätzen. Menschen mit gleichem BMI können je nach Muskelmasse, Fettverteilung, Alter und Geschlecht gesundheitlich unterschiedlich dastehen. Vor allem Bauchfett zeigt sich im BMI nicht, daher lohnt es sich, auch den Taillenumfang zu messen. Auch die Grenzwerte für den Taillenumfang unterscheiden sich je nach Land; im Abschnitt „Hinweise“ des Ergebnisses siehst du den Wert für diesen Standard. Die Ergebnisse dienen nur zur Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose.